Gerino

Gerino‘s Einzug auf dem Spöckerhof- eine ganz persönliche Pferdegeschichte

Über uns: 

Ein gutes Team, das waren wir schon irgendwie von Anfang an: Gerino, ein wunderschönes Süddeutsches Kaltblut und ich. Spontan von der Seite angequatscht, und sofort für sich gewonnen hat er mich, der damals Dreijährige. Er hatte sich seine Besitzerin selbst ausgesucht, das bezweifelt niemand. So war es nun mal, das hatte ich zu akzeptieren. Und so kam es, dass ich zu meinem 30. Geburtstag etwas plötzlich und tatsächlich eigentlich völlig ungeplant zur frischgebackenen Pferdebesitzerin wurde. Die Chemie stimmte auch einfach! Immer. Da gab es keinerlei Zweifel, und es ist, war und bleibt ein großes Glück, dass wir uns gefunden haben.

Da waren wir nun: ich Mensch, er Pferd

Tapfer versuchten wir nun beide, uns so gut wie möglich zu verständigen:  Geduldig beobachtete Gerino beispielsweise die auf dem Roundpen winkende und hüpfende Pferde-Mama und versuchte zu erraten, was sie denn nun von ihm wollte – dabei blieb es leider nicht aus, dass er so manches Mal etwas ratlos im Roundpen stand und nicht recht weiter wusste. Für meinen, zwar nur intuitiv ausgeprägten (aber immerhin!) gesunden „Pferdeverstand“ war Gerino schon ganz dankbar, denn ich habe zumindest nach bestem Wissen und Gewissen und mit gebotener Vorsicht gehandelt. Schwerwiegende Probleme hatten wir daher zum Glück (noch) nicht miteinander, und konnten zumindest auf unser gegenseitiges Grundvertrauen setzen. So wurschtelten wir uns eben durch.  Dennoch fehlte uns beiden immer wieder ganz deutlich die Sicherheit im Umgang miteinander, sowie der richtige Leitfaden für die einzelnen Lernschritte um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. Der Spott des Umfeldes machte unsere Lage dabei nicht einfacher: Wofür ich mir ein Pferd gekauft habe?? Wenn ich jetzt nicht im Galopp über die Felder fegen würde??? Die ständigen Rechtfertigungen zerrten an den Kräften, der Mut schwand und die Verzweiflung stieg: Wäre es womöglich sinnvoller, das Pferd zu verkaufen, weil ich so leichtsinnig ein unerfahrener Pferdebesitzer geworden war??...konnte ich dem Pferd nicht gerecht werden?… immer wieder quälende Selbstzweifel…

Unser gemeinsamer Wunsch: Ein zufriedenes, entspanntes, gesundes Pferd, das auch einfach Pferd sein kann. Ein glücklicher Mensch als Kamerad und Freund, der verantwortungsvoll mit seinem Pferd umzugehen weiß, ihm Sicherheit geben kann und sein Vertrauen verdient. Eine entspannte Pferd-Mensch Partnerschaft eben, für ein spannendes, schönes Leben zusammen. Soweit, so klar.  Was wir aber nicht wussten: wie sollten wir beide da denn nur hinkommen...?
 
Die Lösung:

Durch den ganzen Landkreis Rosenheim bin ich gefahren. Hab mir die Füße platt gelaufen, um eine Lösung zu suchen. Ställe angeschaut, Reitschulen, mit Pferdebesitzern geredet, etc. Ich war müde, ratlos, verunsichert und traurig: wollte auf keinen Fall eine falsche Entscheidung treffen. Am (gefühlten) Ende der Welt im Nirgendwo dann, zwischen Bauernhöfen und Milchkühen ….:

Ich traf dort auf zwei sehr freundliche Pferdebesitzerinnen, die sofort umfangreiches Verständnis für meine Lage hatten. Hier erhielt ich prompt und deutlich den nötigen Wegweiser! Im Gespräch über meine Situation kam mein Gegenüber sofort zu folgender, völlig logischen Schlussfolgerung:

Gesucht: Pferdewohl, artgerechte Haltung/Bewegungsstall+ Fundierte Pferde- bzw.Reiterausbildung+ Nette Menschen+ Platz für ein Kaltblut? = Spöckerhof in Raubling bei Petra Dürr!!!

Mein ungläubiges „Waaas? Sowas gibt’s wirklich??? Und: WO ist das?? Fast vor meiner Haustür???“ sowie mein völlig fassungslos- freudig-entgleistes Gesicht- das werden die beiden Mädels ganz bestimmt auch nicht mehr vergessen! :oD Als sie noch hinzufügten „Schau da halt vorbei, da ist heut‘ Tag der offenen Tür!“ war ich hundertprozentig sicher, man würde mich auf den Arm nehmen. Aber, liebe Leute: Es gibt ihn wirklich! Diesen Hof. Unglaublich. Und das war erst der Anfang!! Zum Tag der offenen Tür kam ich leider zu spät- aber als ich Petra kennengelernt habe in einer ersten Reitstunde auf Ihren Pferden, da ist der Funke sofort übergesprungen. Nie zuvor war ich so entspannt auf einem Pferd und schlagartig wurde mir wieder klar, warum ich das Thema „Pferd“ in meinem Leben einfach nicht missen wollte: Alles fühlte sich plötzlich „richtig“ an! Wahrhaft ganze Felsen sind an diesem Tag von meiner Seele gepurzelt. 
 
Ein paar Tage später, Ende Oktober 2016, durften Gerino und ich dann auch schon auf dem Spöckerhof einziehen.

Erste Tageskurserfahrung: 

Einen Tag nach unserem Einzug konnten wir bereits am ersten Tageskurs von Petra teilnehmen: Bodenarbeit im Naturtrail. Ein gemeinsamer Pferdetag voller neuer Eindrücke und mit super netten Menschen, die Pferde lieben, wie ich auch. Hier gibt es keinen Spott und keinen Hohn. Man lacht mit- und nicht übereinander. Hier erhält man jede notwendige Unterstützung beim Lernen vor allem natürlich durch Petra, aber auch durch andere Reitschüler. Ohne Bevormundung oder Besserwisser-Monologe, der Spaß und das Lernen zusammen und mit den Pferden stehen im Vordergrund. Lektionen im Kurs in einer Dosierung, die man verstehen und verarbeiten kann, abgeholt am eigenen Wissens- und Übungsstand. Man gewinnt schnell an innerer Stärke und Sicherheit und traut sich selbst auch wieder etwas zu.  Die eigenen Ziele werden greifbar und verlieren ihre Mystik.  Schon an diesem ersten Tag haben sich einige der jahrelang mitgeschleppten Kommunikationsprobleme zwischen Gerino und mir einfach in Luft aufgelöst! Der Umgang mit dem Pferd wird verständlich vermittelt, erfolgt mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein, und ist schnell nachvollziehbar. Die Reaktionen der Pferde zeigen sofort den Erfolg der neu erlernten Perspektiven und Umgangsformen. Einfach großartig. 
 
Kurz und knapp: Der Spöckerhof und seine Petra 

Eine Oase der Ruhe findet man hier vor, abgegrenzt von der Hektik des Alltags. Die Atmosphäre ist einzigartig. Alles ist von Ordnung, Sauberkeit und Ruhe geprägt, der Wohlfühlfaktor für Mensch und Tier ist sofort spürbar. Ob das nun in Reitstunden, oder auf Tages-Kursen mit mehreren Teilnehmern ist, oder ob man einfach mal grade eben über den Hof spaziert: Pferd und Mensch haben hier Freude im Umgang miteinander –das ist für jedermann sichtbar.
 
Petra sprüht vor positiver Energie und verteilt diese großzügig an alle: Hier bekommt man Schritt-für-Schritt-Anleitungen, PferdischÜbersetzungshilfe oder auch persönlichen Zuspruch, wenn es mal notwendig ist. Mit im Programm außerdem: Seelenentspannende Minuten auf zufriedenen Pferden, Gefahren-Vermeidungs-Tipps, oder….oder…. Mit Herz und Seele kümmert sich Petra um das Wohl aller Zwei- und Vierbeiner auf ihrem Hof und hat zweifellos ein außergewöhnlich gutes Gespür für Mensch und Tier. 
 
Fazit:

Für mich persönlich ist der Spöckerhof mit all dem Drum und dem Dran der schönste Platz, den ich mir nur hätte vorstellen können. Wir können uns beide hier wohlfühlen, Pferd und Mensch, sind willkommen, und zweifellos bestmöglich aufgehoben. So macht es Spaß ein Pferdebesitzer zu sein! Außerdem haben wir die Chance, alles für einen guten Umgang miteinander zu lernen und eine wunderbare Zeit zusammen zu verbringen. Ich bin froh, dass wir hier sein können / dürfen, und hoffe, dass das für lange Jahre so bleibt. 
 
Eigentlich bin ich ja gerade erst hier angekommen. Sicherlich habe ich noch längst nicht alles kennengelernt, was den Spöckerhof ausmacht. Dennoch möchte ich meine ersten Eindrücke und unsere persönliche Pferde-Geschichte gerade heute mit Euch teilen: weil ich mich einfach so sehr freue, dass wir hierher gefunden haben!! Vielleicht kann ich die Freude ja so mit Euch teilen oder sogar ein kleiner Wegweiser für den einen oder anderen unsicheren Pferdebesitzer / Reiter sein? ;o) 
 
Ich und Gerino sind nun sehr neugierig auf alles, was wir jetzt lernen können. Auf alle Menschen und Pferde, die wir hier noch kennenlernen werden und wir freuen uns auf unser erstes gemeinsames Pferdejahr 2017 auf dem Spöckerhof! 
 
Schlusswort: 

DANKE an Petra, die uns so herzlich und selbstverständlich aufgenommen hat in ihr kleines Pferdeparadies und keinerlei Zweifel an der Erlernbarkeit der nötigen Fähigkeiten als gute Pferdebesitzerin und künftige Reiterin mehr entstehen lässt.  DANKE von Gerino an Petra: Die ihn nicht nur in ihre Pferdefamilie aufgenommen, sondern auch in ihr Herz geschlossen hat. :o) DANKE an meinen Gerino, dass er in den letzten Jahren so geduldig meine ersten „Gehversuche“ als Pferdefreund mitgemacht, und immer meine gute Absicht erkannt hat. Jetzt bekommt er endlich zurück, was er verdient hat: Eine geschulte Besitzerin, zu der er Vertrauen aufbauen kann!
 
Naja, und zuletzt vermutlich noch:  DANKE von Gerino an „seine“ Petra, dass sie nicht aufgegeben hat ;oD !?

(Raubling, 01.02.2017, Petra Müller) 

 

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    In der Reihe der Tage, die Dir geschenkt sind - LEBE!

    (Elisabeth Kübler-Ross, amerk.-schweiz. Psychiaterin, geb. 1926)

 



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