Persönliche Erzählung zum individuellen Westernreitkurs - Wochenende vom 14.-15.7.2018

Samstag, der 14.07.2018 um 8.30 Uhr:

Die Morgenluft ist kühl und erfrischend, alles ist noch ruhig und friedlich am Spöckerhof, nur Pero fegt in der Stallgasse. Nach und nach trudeln gegen 9 Uhr schließlich alle anderen Kursteilnehmer ein, von denen jeder einzelne von dem Hofhund Tara mit unbändiger Freude begrüßt wird. Wir finden uns zuerst für eine Vorbesprechung im Reiterstüberl ein. Es wird nun in einer fröhlichen Runde vorab besprochen, welche Ziele sich jeder Teilnehmer für diesen Kurs gesetzt hat und welche Themen jeder angehen möchte. Hier werden ganz unterschiedliche Ideen und Zielsetzungen genannt, und es kristallisieren sich überschneidende Themen und Fragen zur Zügelführung und Reiten von Wendungen heraus. Mein persönliches Ziel: Sich sicherer im Sattel zu fühlen, und Ideen für kleine Übungen zu bekommen.

Also starten wir los! Die ersten Pferde werden aus dem Stall geholt und gemeinsam gesattelt. Geritten wird heute nicht im Entlastungssitz, daher werden erstmal die Steigbügel auf lang umgestellt! Es werden die ersten Runden auf dem großen Reitplatz gedreht, um sich warm zu reiten. Wir rufen uns das Trab-Aussitzen und Leichttraben wieder ins Gedächtnis und fühlen uns in die gewählte Reitweise ein. Dann geht es zur Sache! Petra erläutert uns die Zügelhaltung und Einwirkung auf Stellung und Lenkung des Pferdes. Sie erklärt uns die Bewegungsabläufe zu den jeweiligen Zügel- und Schenkeleinwirkungen und führt sie auf einem der Pferde vor. Ich versuche mir alles gut einzuprägen. Die Leichtigkeit in der Bewegung, die Beweglichkeit des Pferdes auf feinste Einwirkungen durch den Reiter sind für mich persönlich total faszinierend.  

Anschließend geht es für jeden Einzelnen an die Umsetzung, und die ersten Reiter starten auf ihren Pferden. Die unterschiedlichen Ausbildungsstände der Teilnehmer sind hierbei kein Hindernis- alle arbeiten hochkonzentriert mit ihren Pferden, und Petra holt abwechselnd einen der Reiter heraus um ihm Tipps, Hinweise und Feintuning zu geben. Jeder bringt hierbei seine eigenen Themen mit, die er umsetzen und erlernen möchte und Petra unterstützt ihn dabei.

Während die erste Gruppe auf dem Platz in Aktion sind, kann die zweite Gruppe den Reitern zuschauen, und die Reaktionen der Pferde auf Sitz und Zügelhaltung beobachten. So lerne ich z.B. die Außenstellung eines Pferdes zu erkennen. Man sieht wie Pferd und Reiter hochkonzentriert arbeiten, und jeweils ihre ganz persönlichen Fortschritte machen.

Anschließend ist die zweite Gruppe an der Reihe.

Da ich zum ersten Mal auf diese Weise reite, ist es für mich sehr spannend, zu verstehen, wie sich das Pferd bewegt und warum es so reagiert. Ich lerne sehr viel über die Bewegungen des Pferdes, und auch auf dem Pferd ein Gefühl dafür zu bekommen. Wenn auch die perfekte Umsetzung sicherlich einiger Übung bedarf, kann ich sofort erste Erfolgserlebnisse verbuchen. Das Gefühl bewusster zu reiten und bessere Kontrolle mit klaren Befehlen an das Pferd erlernen zu können stärkt mich- und gibt mir die Motivation, das Gelernte weiter zu verfolgen und zu üben. Mein Pferd Gerino ist hochkonzentriert dabei! Es macht total Spass zusammen zu arbeiten.

Vor der Mittagspause setzen wir uns in der schönen Mittagssonne vorm Reitstüberl zusammen, und besprechen die Theorie anhand einiger Bilder zu unserer heutigen Aufgabe, um das Verständnis für die Übungen zu vertiefen.

Dann wird eine wohlverdiente Mittagspause eingelegt. Der erste Teil des Tages ist abgeschlossen, und ich bin stolz auf unser Ergebnis!  

Nach der Mittagspause sehen wir uns zusammen die Videos an, die während unserer Vormittagsarbeit entstanden sind. Wenn man sich selbst auf dem Pferd sitzen sieht, wird einem oft einiges klar! So entsteht der neue Kampfgeist für den zweiten Teil- ich will ja nicht dieselben Fehler noch einmal machen und habe nun außerdem viele neue Details im Kopf, die ich umsetzen möchte. Und so trete ich den Nachmittag mit neuem Schwung und Motivation an, um das Gelernte zu vertiefen und weitere Übungen zu lernen. Petra erläutert die Hinterhand- und Vorderhand-Wendung, sowie das Schenkelweichen und führt es uns mit einem der Pferde vor. Wir stellen Tonnen auf, um Wendungen zu üben. Die präzise Führung des Pferdes um die Tonnen in Schritt und Trab stellen für mich persönlich die Herausforderung der Einheit dar- und es hat wunderbar geklappt!

Und so wird auch im zweiten Teil des fleißig geübt und gearbeitet, und man sieht so manchen Reiter mit Pferd als Einheit über den Platz schweben, in leichten galanten Bewegungen.

Auch der Nachmittag: Ein voller Erfolg! Zufrieden und erschöpft mit einem stolzen Lächeln im Gesicht schließe ich den ersten Tag unseres Kurses ab.  

Am zweiten Tag starten wir auch wieder bei wunderschönstem Wetter, und morgendliche Kühle mit neuem Elan. Wir stellen uns nochmal Hütchen auf, in größeren Abständen, um zu den Wendungen das Geraderichten des Pferdes bewusster üben zu können. Die Sicherheit im Sattel ist wie über Nacht gestiegen, und so konnten wir zwischendurch einige locker gesessenen Galopprunden einer Teilnehmerin beobachten. Auch der Einzelwunsch zur Erläuterung für die einhändige Zügelführung wurde umgehend in die Tat umgesetzt, es blieben keine Wünsche offen.

So haben wir probiert und gelernt, geübt und gearbeitet und am späten Nachmittag waren Pferd und Reiter ausgepowert und zufrieden.  Ein lehrreicher, abwechslungsreicher Kurs, vollgepackt mit vielen wichtigen Informationen – von denen man ja leider nicht alle gleichzeitig aufnehmen und speichern kann, vieles ist mir sicherlich trotz hochkonzentrierter Arbeit entgangen- aber es gibt ja auch mal wieder einen Kurs!

Es hat riesigen Spaß gemacht, und ich blicke stolz auf ein gelungenes Reitwochenende zurück, das mich der Sicherheit im Sattel ein großes Stück näher gebracht hat. Ein herzliches „Danke“ an Petra! ????

Die Gerino- Petra

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Gesetze des Lebens:

  • Lebe so, dass Du nicht immer zurückschaust und bereust, dass Du Dein Leben vertan hast!
  • Lebe so, dass Du nicht Dinge, die Du schon getan hast oder Dinge, die Du gerne anders gemacht hättest, bereuen musst!
  • Lebe so, dass jeder Tag eine Perle wird - für Dich und für andere!

    In der Reihe der Tage, die Dir geschenkt sind - LEBE!

    (Elisabeth Kübler-Ross, amerk.-schweiz. Psychiaterin, geb. 1926)

 



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