Kaltblüter im Schulbetrieb

Kaltblutpferde kannte ich vor meiner Zeit bei Petra nur als Kutschenpferde und demzufolge hatte ich bislang keine Erfahrungen sammeln können. Als ich dann bei Petra meinen ersten Kontakt mit diesen beeindruckenden Tieren hatte, lernte ich, dass man auf ihnen sehr wohl reiten konnte.

 Meinen ersten Kontakt mit Petras Kaltblutwallach Rokko hatte ich im Roundpen. Dort lernten wir, wie die Pferde auf unsere Körperhaltung und Sprache reagieren. Als Petra uns dies im Roundpen demonstrierte, sah alles sehr locker und einfach bei ihr aus. Als wir dann einzeln dazukamen und später sogar alleine mit dem Pferd im Roundpen arbeiten durften, war das dann schon etwas ganz anderes. Das Pferd kam mir riesig groß, gewaltig und etwas furchteinflößend vor. Als ich dann aber merkte, dass Rokko mich nicht zum Frühstück verspeisen wollte, sondern nur auf meine klaren Anweisungen wartete, habe ich mich doch etwas beruhigt. Stolz machte es uns dann, als wir merkten, dass auch dieses große Pferd das machte, was wir wollten.

 Viele Dinge, die mir am Anfang als unmöglich erschienen sind, haben sich im späteren Verlauf als umsetzbar erwiesen. Alles an Rokko erschien mir für mich als zu groß und ich zu klein. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie man diesem großen Tier ein Halfter oder ein Zaumzeug anlegen sollte, geschweige denn auf ihn hinaufkommen sollte. Mit der Zeit merkte ich aber, dass dies alles funktionierte. Rokko ist genau so gut erzogen wie alle Pferde von Petra. Er senkt den Kopf, wenn man ihm das Halfter und das Zaumzeug anlegen will und somit schafft man es auch, ihn zu zäumen. Zum Aufsteigen benutzen wir eine Aufstiegshilfe und damit kommt man auch auf Rokko hinauf.

 Die ersten Reitstunden auf ihm waren dann auch sehr interessant für mich. Die Bewegungen von ihm waren doch etwas anderes. Jedoch sehr angenehm und weich. Man sitzt auf ihm wie auf einem Sofa. Beeindruckend sind für mich auch immer noch sein Galopp und das Gefühl, wenn er in den Galopp geht. Dort merkt man erst, wie viel Masse sich unter dem Reiter in Bewegung setzt und wie bequem es sich auf ihm sitzen lässt. Ein sanfter Riese eben.

 Bei Rokko lernte ich auch, dass er genauso auf die Hilfen reagiert wie alle anderen Pferde von Petra. Am Anfang meinte ich immer, dass bei ihm viel mehr Energie und körperlicher Einsatz des Reiters gefordert ist. Aber das ist nicht so und man merkt im Laufe der Zeit, dass auch dieses große und beeindruckende Pferd genauso fein auf die Hilfen des Reiters reagieren kann.

 Das sehe ich vorallem dann, wenn ich die Gelegenheit habe, Petra auf ihrem Rokko beim Reiten zu beobachten. Während des Unterrichts betrachte ich Rokko als meinen Lehrer, denn ich weiß, dass es immer - oder meistens - an mir liegt, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es gerne möchte.

 Martina

Petra's Newsletter

Gesetze des Lebens:

  • Lebe so, dass Du nicht immer zurückschaust und bereust, dass Du Dein Leben vertan hast!
  • Lebe so, dass Du nicht Dinge, die Du schon getan hast oder Dinge, die Du gerne anders gemacht hättest, bereuen musst!
  • Lebe so, dass jeder Tag eine Perle wird - für Dich und für andere!

    In der Reihe der Tage, die Dir geschenkt sind - LEBE!

    (Elisabeth Kübler-Ross, amerk.-schweiz. Psychiaterin, geb. 1926)

 



Copyright © 2012-2020. All Rights Reserved.

Alle Bilder und Texte auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und dürfen ohne deren Einwilligung weder kopiert noch sonstwie weiter verwendet werden.